Aloha, Hawaii – hej, Schweden! Nach Wochen voller Sonne, Salzwasser und Blumenketten stand ich plötzlich unter einem Schild mit der Aufschrift „Välkommen till Stockholm". Der Himmel war klar, die Luft kühl, und ich hatte keine Ahnung, wie viel Schnee noch auf mich wartete.
Fika in Gamla Stan
Mein erster Weg führte in die Altstadt. Bunte Häuser, enge Gassen, Kopfsteinpflaster, über das mein Koffer laut hinter mir her rumpelte. Am Wasser habe ich meinen Stadtplan ausgebreitet und einfach geschaut – Kirchtürme, Boote, Möwen.
Eine davon war besonders frech: Kaum hatte ich meine Kamera aufgestellt, drängelte sie sich ins Bild, als wäre sie hier die eigentliche Reisebloggerin. 😄 Danach habe ich gelernt, was Fika bedeutet: eine Pause mit heißer Schokolade und einer Zimtschnecke, die ungefähr so groß war wie mein Kopf. Ich bin sofort Fan.
Dann kam der Regen. Mein Schirm klappte in einer Gasse um, ich musste lachen – und am nächsten Tag ging es mit der Fähre hinaus in die Schären, mit so viel Wind im Haar, dass ich danach aussah wie ein Wischmopp.
Immer weiter nach Norden
Von Stockholm aus ging es Richtung Lappland. Draußen wurde es mit jedem Kilometer weißer, drinnen hatte ich Kakao, eine Landkarte und dieses Kribbeln im Bauch, das ich nur vom Reisen kenne.
Lappland ist still. So still, dass man den Schnee unter den Stiefeln knirschen hört. Ich bin durch Birkenwälder gestapft, habe vor einem gefrorenen Wasserfall gestanden und bin mitten in einen Schneesturm geraten, bei dem ich nur noch meine Nasenspitze aus dem Schal gestreckt habe.
Rentiere, Elche – und Buddy
Die Tiere hier sind unglaublich neugierig. Ein Rentier wollte unbedingt meinen Schal haben, ein anderes hat an meiner Zimtschnecke geschnuppert. Und eines Morgens stand ein Elch mitten auf der Straße und schaute durch die Windschutzscheibe in meinen Camper. Wir haben uns eine ganze Weile angeguckt. Er hat gewonnen.
Und dann ist da noch jemand, den ich euch vorstellen muss: Buddy. Mein neuer Freund und Begleiter – mit vier Pfoten, Strickpulli und unendlich viel Energie. Im Schnee ist er kaum zu halten, er liebt Pfotenspuren und kuschelt sich abends im Camper in die Decken. Mit Buddy an meiner Seite bin ich nicht mehr allein unterwegs – und das fühlt sich wunderschön an. ♥
Velkommen til Norge
Am blauen Grenzschild „Norge" habe ich laut gejubelt, Buddy hat mitgebellt. Vor uns lagen verschneite Berge und das erste Glitzern eines Fjords.
Über Tromsø habe ich dann etwas gesehen, das ich nie vergessen werde: Polarlicht. Grün und lila tanzte es über den Bergen, der Fjord darunter still wie ein Spiegel. Ich saß mit Buddy auf einer Decke vor dem Camper und habe einfach nur gestaunt.
Achtung, Trolle!
Weiter im Süden wurde es grüner und nasser: moosige Holzbrücken, rauschende Wasserfälle, Regenschauer, bei denen Buddy seine gelbe Regenjacke trug (er sah fantastisch aus). Am Geirangerfjord haben wir gepicknickt, sind mit einem kleinen Ruderboot hinausgefahren – und haben ein Schild entdeckt, das ausdrücklich vor Trollen warnt.
Ich habe genau hingeschaut. Ganz sicher bin ich mir bis heute nicht, ob da nicht doch einer hinter dem Felsen saß. 😉
Und jetzt?
Gerade sind Buddy und ich noch mitten in Norwegen, zwischen Fjorden, Bergen und Schnee. Als Nächstes geht es auf die Lofoten, danach nach Senja, Bergen und Oslo. Bis dahin: Folgt mir auf TikTok und Instagram – dort gibt es jeden Tag neue Momente von unterwegs.
— Bea & Buddy ♥