Aus meinem Reisetagebuch

New York – Ende der großen Fahrt

Bea winkt vor der Freiheitsstatue in New York

Da stand es plötzlich über der Autobahn: „Welcome to New York". Ich habe aus dem Fenster gewinkt wie verrückt. Nach Wochen, nach Wüsten, Bergen und Ebenen – ich hatte es geschafft. Einmal quer durch die USA.

Die Skyline kam bei Sonnenuntergang in Sicht, und ich musste kurz an den Rand fahren. Nicht wegen des Verkehrs. Sondern weil ich einen Moment brauchte.

Ein Camper in Manhattan

Was in der Wüste praktisch war, wird in New York zur Herausforderung: mein Camper. Ich habe eine Parklücke gefunden, zwischen einem Taxi und einer schwarzen Limousine, und ernsthaft mit dem Maßband nachgemessen.

Es hat gepasst. Knapp. Sehr knapp. Der Taxifahrer hat mir applaudiert, und ich habe mich gefühlt wie eine Weltmeisterin im Einparken. 😄

Die Dame im Hafen

Am nächsten Morgen ging es mit der Fähre hinaus. Und dann stand sie da: die Freiheitsstatue, grün und ruhig, mit der Skyline dahinter.

Ich habe schon hundert Bilder von ihr gesehen. Aber sie wirklich vor sich zu haben, mit Wind im Gesicht und Möwen über dem Boot – das ist etwas anderes. Für so viele Menschen war sie das Erste, was sie von Amerika gesehen haben. Für mich war sie fast das Letzte.

Grün mitten im Grau

Der Central Park hat mich am meisten überrascht. Man biegt um eine Ecke, und der Lärm ist einfach weg. Ich habe mir ein Ruderboot genommen und bin über den See gerudert – ziemlich unbeholfen, ehrlich gesagt.

Auf einer Parkbank teilte ich später meine Brezel mit einem Eichhörnchen, das erstaunlich fordernd war. Und ein Pferd von einer Kutsche schnupperte mir in die Tasche, als wäre das völlig normal.

Times Square bei Nacht

Abends dann das komplette Gegenteil: Times Square. Werbetafeln so hell, dass die Nacht zum Tag wird, Dampf aus den Gullys, gelbe Taxis in alle Richtungen und Menschen aus aller Welt.

Ich bin einfach mittendrin stehen geblieben und habe mich einmal um die eigene Achse gedreht. Zu viel für die Augen, zu laut für die Ohren – und trotzdem konnte ich nicht weggehen.

Meine eigene Schlagzeile

An einem Zeitungskiosk musste ich lachen: Ich hielt mir eine Zeitung vors Gesicht, und für einen Moment stellte ich mir vor, die Schlagzeile würde von mir handeln. „Bea takes New York."

Kein bisschen bescheiden, ich weiß. Aber nach dieser Strecke, nach all den Meilen, habe ich mir diesen einen albernen Moment gegönnt. ♥

Und jetzt aufs Meer

Hier endet meine Fahrt über Land. Der Camper hat mich von der Westküste bis hierher gebracht, durch Salzwüsten, über Pässe und durch Wolkenbrüche. Jetzt steht er still, und ich schaue aufs Wasser.

Als Nächstes geht es mit dem Schiff über den Ozean – zu meinem großen Traum: Hawaii. 🚢

New York, du warst ein grandioser Schlusspunkt. Und ein ziemlich guter Anfang. ♥

— Bea ♥

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